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Mein Jahresrückblick 2025 ist online!

Wenn ich mein Jahr 2025 rückblickend wohlwollend-kritisch betrachte, sehe ich, wie gut es war, gut Funktionierendes beizubehalten, aber auch Neues zu wagen. Die Melange war ausgewogen und ich blicke zuversichtlich und mit einer Portion Unternehmungslust auf das kommende Jahr 2026.

Jahresrückblick 2025 
Neues und Bewährtes

Ein Jahreswechsel ist immer ein besonderer Moment. Es gilt Rückschau zu halten und kritisch zu beleuchten, was das Jahr hindurch gut und was weniger gut gelaufen ist. Einiges sprach Anfang des Jahres schon dafür, neue Impulse in mein künstlerisches Leben zu holen. Im Atelier gab es oft Wochen des Stillstands und nichts wollte sich so richtig bewegen. Neue Impulse, neue Lehrer, neue Künstlerkollegen. Das brauchte ich und das war schon Anfang 2025 klar. Gleichzeitig war es mir auch wichtig, Dinge, die ich mir in den letzen Jahren aufgebaut hatte und die gut funktionierten, zu würdigen und zu bewahren.

Das ganz Jahr hindurch waren meine beiden, mittlerweile langjährigen Marketingbegleiterinnen Susanne Jestel (Deutschland) und Britta Just (Portugal), an meiner Online-Seite und unterstützten mich dabei, Entwicklungen klar und realistisch anzugehen. Der neutrale Blick von Außen ist oft hilfreich und ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

Beim Verfassen meines Jahresrückblicks bin ich nochmal tief in mein Jahr 2025 eingetaucht. Ich sehe, ich habe die Balance zwischen Bestand und Veränderung ganz gut getroffen. Das macht mich nicht nur zufrieden, es lässt mich auch, offen und mutig, mit frischem Experimentiergeist ins Neue Jahr blicken. Im Märchen von Aschenputtel heißt es ja schon so schön „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“.  In diesem Sinne werde ich frohen Mutes ins Jahr 2026 starten.


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Entwicklung zulassen

 

Inhalt

Good bye Altes – Welcome Neues

Ende der Ausstellung „Eigene Sicht der Dinge“ im Schloss Schönbrunn

Das neue Jahr trödelte nicht lange, sondern startete sofort mit Veränderung.
Kurz nach meiner Sri Lanka Reise ging die Ausstellung „Eigene Sicht der Dinge“ der Berufsvereinigung der bildenden Künstler im Schloss Schönbrunn in Wien zu Ende.
Stimmungsvoll war die Ausstellung im Kunstsalon mit den ovalen, barocken Fenstern, dem alten Bretterboden und den dicken Schlossmauern. Ein bisschen leid tat es mir schon, Abschied nehmen zu müssen, aber es bestand ja bereits Anfang des Jahres die Möglichkeit, dass sich wieder Neues auftut. Genauso war es dann auch. Gegen Ende des Jahres kam die Ausstellungsausschreibung für 2026 – Art Award 2026 „Weniger ist mehr“. Das klingt sehr nach mir und ich habe vor, eine meiner Arbeiten einzureichen.

Ausstellungsende im Schloss Schönbrunn

 

Abschied vom Atelier im Waldviertel

Kurz später gab ich mein Atelier im Waldviertel auf. Die Fahrzeiten waren doch zu lange, um wöchentlich hinzufahren. Also packte ich zusammen und transportierte mein künstlerisches Hab und Gut zurück nach St. Pölten in mein „Atelier im Garten“. Mit einem weinenden und einem lachende Auge… naja, so wie das bei Veränderungen halt manchmal so ist.
Die gute Seite daran ist, dass ich alle meine Dinge an einem Ort habe, die andere, dass ich meinem Alltag näher bin und dass es weit mehr Disziplin braucht, um mich nicht ablenken zu lassen von Einkaufen gehen, Blumen gießen, Schuhe putzen und wie die Verführer sonst noch alle heißen.

Zurück im Atelier im Gartenhaus

 

Anerkennung

Meine Familiengeschichte führt mich zurück zu Sudetendeutschen Wurzeln und es ergab sich der Kontakt zur Sudetendeutschen Akademie des Wissenschaften und Künste in München. Die Akademie würdigte meine künstlerische Leistung und nahm mich in die Klasse der Künste und Kunstwissenschaften auf. Im September fand die feierliche Verleihung der Urkunden für die neuen Mitglieder statt.

Überreichung der Urkunde

 



Ohne Marketing geht gar nichts

Susannes Kleine Kampagne

Ohne Susanne Jestel, Marketingexpertin aus Berlin geht Marketing für mich gar nicht. Seit drei Jahren schon begleitet und unterstützt sie mich mit Ideen, Impulsen, Korrekturen und vor allem mit ihrer besonderen Spezialität, der „Kleinen Kampagne“.  Das Konzept der „Kleinen Kampagne“ macht Marketingschritte überschau- und machbar. Betrachtet wird zum Beispiel der Zeitraum eines Quartals oder punktgenau ein ganz konkretes Projekt. Was ist in einem bestimmen, begrenzten Zeitraum sinnvoll, realistisch und ohne allzu großem Stress zu bewältigen? Wenn es darauf eine Antwort gibt, kann’s losgehen.

In regelmäßigen Zoom Sessions werden, gemeinsam mit anderen Frauen, Ideen ausgefeilt, Projekte gestartet und verwirklicht. Susanne hilft mit ihrem besonderen Berliner Humor über so manchen Stolperstein, so dass man nie wirklich ans Aufgeben denkt, sondern auch mal über sich selbst lachen kann. Das tut gut, erleichtert und lässt einen mit einem Augenzwinkern weitermachen.

Im Frühjahr plante ich die Teilnahme an meiner ersten Online Versteigerung. Im Herbst veränderte ich das Format meines „Open Days im Atelier“.
Über beides berichte ich in einem eigenen Artikel.

Adventkalender auf meine Art

Im Spätherbst wollte ich etwas ganz Neues ausprobieren, nämlich einen Adventkalender mit tägliche Beiträgen für meine Kunden und Kundinnen und Menschen, die an meiner Kunst interessiert sind. Tatsache war, dass ich meine Adressen nicht wohl geordnet hatte. Ich geb’s nicht gerne zu, aber es war, gelinde ausgedrückt, ein Disaster – das ist sehr, sehr ungewöhnlich für mich. Bei mir ist normalerweise alles geordnet, sortiert und bis ins Detail aufbereitet. So kenn ich mich. Zumindest meistens.
Zusätzlich wollte ich meinen Account auf MailerLite ordentlich einrichten, um startklar zu sein für solch ein Vorhaben. Britta Just, Marketingexpertin, Webdesignerin und auch die  Designerin meiner Webseite, tat von ihrer Wahlheimat Portugal aus alles, um mir auf die Sprünge zu helfen. Erst gab es technische Probleme, dann brauchte ich den Support und dann verlor ich die Motivation.

Nun gut, diesmal war’s also nicht ganz so perfekt und ich reduzierte mein Vorhaben auf Instagram Weihnachtspostings – täglich ein Foto von einem meiner Bilder und ein kurzer Text dazu war der Plan. Die Bilder habe ich in Canva vorbereitet und mit Texten und Symbolen für Sonnenwende, Barbaratag, Nikolaus und eben Weihnachten versehen. In der Facebook Business Suite erstellte ich den Redaktionsplan und definierte die Postingzeiten. Und schon konnten die Beiträge automatisch und unabhängig von weiterem Zutun meinerseits vom 1. bis 24. Dezember in die große, weite Welt der Sozialen Medien gesendet werden.

Posting aus dem Instagram Adventskalender 2025

 



Benefiz Kunst-Auktion 2025 – SOS Mitmensch

Bei einer Demo in der Wiener Innenstadt Anfang des Jahres wurde ich auf die soziale Organisation „SOS Mitmensch“ aufmerksam. Ich recherchierte im Internet, informierte mich über ihr Programm und fand heraus, dass sie einmal jährlich eine Online-Kunstauktionen veranstaltet. Der Erlös aus den Versteigerungen kommt der Organisation selbst zugute und ihrem Engagement für Menschenrechte. Sehr schnell wusste ich, da möchte ich mitmachen. Zum einen, um einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, zum anderen reizte mich die Erfahrung einer Online-Auktion. 

Schnell gab es ein persönliches Gespräch und drei Bildvorschläge meinerseits. Frau Mag. Meißnitzer mit ihrer jahrelangen Erfahrung mit Benefizauktionen wählte gezielt ein Bild aus, das ins Rennen gehen sollte. Gegen Ende Jänner brachte ich das Bild „Rosa Weingarten“ (Mixed Media auf Leinwand, 60 x 60 cm) ins Büro und schloss den Vertrag ab. Dann hieß es nur noch warten. Die Auktion fand noch vor dem Sommer statt.

„Rosa Weingarten“ Mixed Media, 60×60 cm


Die Bilder aller teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler waren Ende Mai / Anfang Juni für 10 Tage online und damit sichtbar für alle, die sich beteiligen wollten. In der sehr umfangreichen Liste der teilnehmenden Künstler fanden sich auch berühmte Namen wie Arnulf Rainer und Paul Flora, um nur einige zu nennen. 

Die ersten Tage der Auktion verliefen still. Regelmäßig fand ich mich im Internet, um zu sehen, ob es schon erste Gebote gab. Typisch Greenhorn würde ich heute sagen. Tatsache war, dass es erst die letzten beiden Tage richtig Action gab. Es war aufregend zuzusehen, wie bei allen Bildern die Gebote eingingen, wie hingewartet und last Minute noch schnell überboten wurde.  € 850,– war das Letztgebot für mein Bild. Ich war zufrieden.

Ein paar Tage nach der Versteigerung erhielt ich sogar noch eine E-mail von der glücklichen, neuen Besitzerin. Sie bedankte sich für das Bild und schilderte mir, wie gut es in ihr Heim passt. Was gibt es Schöneres?

 

Kunst Auktion 2025 bei SOS Mitmensch

Kunst mit anderen

Die 4 vom Atelier

4 Frauen – 5 Jahre 

Über uns vier Frauen im Atelier habe ich im Jahresrückblick-Blog 2024 bereits geschrieben. Ja, auch heuer waren wir wieder aktiv. Nun schon das fünfte Jahr.

An mein little, cosy Atelier haben sich alle gewöhnt und auch an das gemütliche Mittagessen im Wohnhaus – gleich ein paar Schritte gegenüber – oder auf dem Gartendeck unter dem großen, roten Sonnenschirm. Das gemeinsame Essen ist immer ein Fest. Im Vorfeld schon wird geplant, was jede von uns mitbringt bzw. zubereitet. Tja, man kann sich vorstellen, es gibt meist in Hülle und Fülle.

Heuer waren unsere Treffen etwas unregelmäßiger als sonst, denn es war ein unruhiges Jahr für unser Grüppchen. Eva war mitten in ihrer Ausbildung zur Psychotherapeutin, mitten im Praktikum und in ersten Therapiestunden unter Supervision. Sie stand schon in den Startlöchern zum Aufbau ihrer zukünftigen Therapiepraxis. Manchmal lässt sich einfach nicht alles unter einen Hut bringen und so konnte sie nicht bei allen Maltagen dabei sein. Aber, wir haben sie natürlich mit Fotos versorgt.

Auch gab es traurige Familienereignisse und so fanden wir uns manchmal in ernsten und tiefgründigen Gesprächen, im Zuhören und füreinander Dasein. Wir sind zusammengewachsen und vertraut und das tut in schwierigen Situationen gut.

Unsere Maltreffen sind inhaltlich freier geworden. Wir nehmen uns nicht mehr ein einheitliches Thema vor – es sein denn, jemand wünscht es sich. Ansonsten arbeitet jede von uns an ihren eigenen Projekten und Experimenten. Entsprechend vielseitig und bunt sind die Ergebnisse. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, welche Vielfalt an einem einzigen Tag entsteht. Manchmal entsteht mehr, manchmal weniger, immer aber Ausdruck der persönlichen Eigenart. 

Ulis Freestyle

 

Von Ursula, unserer Malpoetin

 

Ausnahmsweise bunt von mir


Neue Impulse – Malwoche in Kolbermoor


Nach langen Jahren habe ich mich wieder für einen Malkurs entschieden, um frische Impulse für meine Malerei zu bekommen. Diesmal habe ich mir als Lehrer Robert Suess aus der Schweiz ausgesucht. Ich hatte Glück – in der „Akademie der freien Künste Kolbermoor“ in Kolbermoor bei Rosenheim gab es noch einen freien Platz. 
Im August fuhren mein Mann und ich, mit einem mit Leinwänden, Farben und Werkzeugen bepacktem Auto, los in Richtung Rosenheim. Mein Man kam diesmal mit, um eine Woche Urlaub zu machen. Die Autobahnabfahrt, die wir hätten nehmen sollen, haben wir in unserem Schwung verpasst und so sind wir über Landstraßen und andere Umwege mit einiger Verzögerung in Kolbermoor angekommen. 

Wir hatten ein wunderschönes Apartment gleich neben der Akdademie gebucht. So konnte ich täglich komfortabel zu Fuß zum Kurs und zum Mittagessen gemütlich „nach Hause“ gehen. Hatte ich doch meinen private cook dabei 🙂

Mittagessen wird zubereitet

Der Kurs war ausgebucht. Die Akademie liegt zentral im Gelände der „Alten Spinnerei“, eine 1890 gegründete Baumwollspinnerei, renoviert und umgebaut zu einem charmant, gemütlichen Stadtteil in Kolbermoor. Unser geräumiges Atelier, bestehend aus zwei riesigen Räumen, befand sich im Dachgeschoß der Akademie direkt unter dem alten Dachstuhl. Ich suchte mir meinen Platz im nordseitig gelegenen Raum, dann da war bestes Licht aus den Dachfenstern garantiert.

Atelier unterm Dach

Robert Suess ist ein großzügiger Maler. Er arbeitet mit großen Formaten, kräftigen Farben und schwungvollen Linien. Täglich ein paar Mal demonstrierte er Schritte und Möglichkeiten des Bildaufbaus anhand seiner eigenen Bilder. Nach den oft intensiven und resoluten Vorführungen gingen wir ans Werk, um das Neugelernte selbst umzusetzen. Wir waren alle mit Eifer und Begeisterung dabei. Jede von uns – natürlich auch unsere paar wenigen männlichen Kurskollegen – fand ihren Weg und ihre eigene Ausdrucksform. Eine Vielzahl an Arbeiten entstand im Laufe der Woche. In den unterschiedlichsten Farbschattierungen.

Experiment mit Bitumen



Ich selbst experimentierte unter anderem mit Bitumen. Damit hatte ich noch kaum Erfahrung. Teilweise kamen gute Effekte zustande. Teilweise landete zuviel des Guten auf der Leinwand und ich war etwas ratlos, wie es denn nun weitergehen könnte – diese eine Bild (siehe oben) kam unvollendet mit nach Hause und wartet noch immer auf die zündende Idee und die Fertigstellung.

Eines Abends, nach dem Kurs, verschwand ich kurz im örtlichen Baumarkt, um mir Wandfarbe im Farbton „Hortense“ zu besorgen. „Hortense“ – klingt wunderschön. Und sieht auch wunderschön aus. Farbexplosionen gab bei mir nicht – das wäre auch ein Wunder gewesen. Ich übernahm etwas von der Großzügigkeit meines Lehrers und verwendete für mich ungewohnte Materialien wie dicke Kreidestifte und Fliesenkleber. Dennoch, ich schaffte es, meinem Stil, meinem farblichen Ausdruck und meiner Detailsprache treu zu bleiben. So konnte ich neu gewonnene Impulse mit meiner eigener Handschrift vereinen und Neues kreieren.

Die Kurswoche war eine große Bereicherung – nicht nur wegen der neuen malerischen Erkenntnisse. Die Gruppe war ein Kunterbunt aus schillernden Persönlichkeiten und ganz besonders kreativ. Es war inspirierend, von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz zu spazieren und der Entstehung, dem Verwerfen und der Entwicklung von Bildern zuzusehen. 

Meine Kollegin Caroline Chevillotte auf der anderen Seite des Ganges möchte ich auf keinen Fall unerwähnt lassen. Ganz besonders haben mich sie als Mensch und ihre Arbeit fasziniert. Hier gibt’s einen kleinen Einblick in ihre Malwelt.

Am Ende der Woche fuhr ich mit drei großen (80 x 80 cm) Bildern auf Leinwand und einer kleinen, in hellblau gehaltenen Serie auf Malkarton (30 x 30 cm) zufrieden nach Hause. Jedes der großen Bilder bekam einen griechischen Frauennamen – Eleni – Olympia – Filomena. 
 

Filomena – Mixed Media auf Leinwand

 

Olympia – Mixed Media auf Leinwand

 

Aus der Mixed Media Serie auf Malkarton


Kunst auf Reisen

Reisen, egal ob Städtetrip, ein- oder mehrwöchig, nah oder fern. Reisen sind immer eine willkommene Unterbrechung des Alltags. Sie bringen frischen Wind und neue Eindrücke, öffnen den Geist und lassen uns Dinge für möglich halten, die gerade noch unvorstellbar waren. 2025 hielt für mich einige Reisen innerhalb Europas bereit. So gab es im Frühjahr eine Reise nach Paris und Nordmazidonen, im Herbst nochmals nach Frankreich und Italien.

Paris im April

Nach Paris reise ich seit Jahren immer wieder gerne. Die Sprache, das gute Essen, Lifestyle und die Kunst. All das sind für mich Argumente, um wieder zu kommen. Diesmal war ich einer ganz besonderen Mission unterwegs – ich suchte eine Künstlerin, die ich auf Instagram gefunden hatte und deren Arbeiten – große, zart und durchscheinend wirkende Drucke auf Papier – mir sehr gefallen. Ich machte mich also auf den Weg, um sie zu finden. Ich verrate es gleich vorweg. Ich habe sie nicht angetroffen, allerdings bin auf dem Weg dorthin ein paar netten Menschen begegnet, die mir nicht nur den Weg wiesen, sondern für mich auch ihre Deutsch- und Englischkenntnisse hervorkramten. Im Gegenzug gab auch mit meinem in Vergessenheit geratenen Schuklfranzösisch mein Bestes.

Das Besondere an der Location war, dass es sich dabei um eine Art Künstlerviertel mitten in Paris handelte – weg von der lärmenden Straße weg – durch einen Hauseingang – und plötzlich der kleine grüne Weg mit den Zugängen zu Ateliers mit kleinen Gärten davor. Ein wahres Paradies für Künstler. Leider waren es gerade die Osterfeiertage und ich traf, wie gesagt, die Künstlerin nicht an. Dafür aber zwei ihrer Nachbarinnen. Lustige, bunt bekleckste Ladies, die nur Französisch sprachen. Trotzdem – manchmal ist eine gemeinsame Sprache gar nicht so wichtig – unterhielten wir uns gut und hatten Spaß. So war ich also nicht enttäuscht, sondern schlicht begeistert, welch tolle Plätze es für Künstler in einer Großstadt geben kann.

Künstlerviertel in Paris


Nordmazedonien im Mai

Gleich im Mai darauf bereiste ich mit meinem Mann Nordmazedonien. Erstmals. Wir hatten großes Glück, denn die Eltern eines Kollegen meines Mannes, holten uns nicht nur vom Flughafen ab, sondern begleiteten uns vier Tage lang durch Skopje und die ausgedehnten Wälder bis nach Ohrid an der Albanischen Grenze.

Bei unserem ersten Spaziergang durch die Innenstadt von Skopje entdeckte ich einen Eingang in einen Innenhof, der mich anzog und den ich sofort erforschen wollte. Bingo! Ich hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Es war, ich glaubte es kaum, die Fakultät für Kunst. Im Hof angekommen erblickte ich sofort die riesigen Glasfenster, die den Blick in Räume mit großen Tischen und Druckmaschinen freigaben. Zwei Studentinnen werkten gerade eifrig. Ein junger Student, Mihail, wie sich kurz später herausstellte, war gerade nicht am Tun. Den peilte ich an, stellte mich vor und fragte, ob ich mich in den Werkstätten ein bisschen umsehen dürfe. Ich durfte. Es stellte sich heraus, dass er sein Studium bereits abgeschlossen hatte und eine Art Instruktor für die anderen Studenten war.

Wir verstanden uns auf Anhieb. Wie schön! Er führte mich herum und zeigt mir alles. Neugierig tappte ich sofort auf ein Putztuch mit klebrig schwarzer Druckerfarbe. Naja, life dabei sozusagen. Dann wollte ich noch seine Drucke sehen und begleitet ihn in ein kleines Lager. Schnell lagen seine Blätter vor mir und genauso schnell gefiel mir eines ganz besonders gut. Der Deal war schnell abgeschlossen, das Bild zusammengerollt und eingewickelt und ich glückliche Besitzerin eines Druckes von Mihail.

Werkstätte für Druck

 

In der Fakultät für Kunst in Skopje

 

Nochmal Frankreich im Herbst

Biarritz war die nächste Reise. Und zwar im September. Diesmal war’s doch etwas touristischer, Kunst gab es auch hier reichlich zu sehen.

Kunst auf den Straßen von Biarritz

 

Ein Kunstwerk der Natur im Aquarium in Biarritz

 

Kunsthandwerk in einer Ausstellung in Espelette an den Pyrenäen
 

Italien darf nicht fehlen

Last but not least stand im September noch ein verlängertes Wochenende in Triest auf dem Programm. Wieder waren wir hoch aktiv, sind viel marschiert und haben uns viel angesehen. Das Bild zeigt Eindrücke aus der Kirche Monte Grisa, hoch über der Küste von Triest.

 

Kirche Monte Grisa, Triest

 



    Ausstellungen

    6. Sommerausstellung bei Marketing & More

    Die mittlerweile traditionelle Sommerausstellung „Kunst, Kaffee & Kuchen“ in der Marketing Agentur Marketing & More in St. Pölten. gab es heuer bereits zum sechsten Mal. Gleichzeitig mit meinem eigenen 10-jährigen Jubiläum als Künstlerin habe ich den Titel der Ausstellung umbenannt in „6. Kunstsommer bei Marketing & More“. Und – man kann es bereits erahnen, es wird 2026 einen 7. Kunstsommer geben. Das wurde mit Agenturchef Thomas Mikscha kurzerhand bei einem gemütlichen Weihnachtsdinner im eleganten Restaurant AELIUM in der St. Pöltner Innenstadt vereinbart.

    Heuer hatte ich bei der Ausstellung auf das kleine Format gesetzt und zu einem großen Teil  Bilder im 15 x 15 cm Format auf MDF ausgestellt.
    Für alle, die es genau wissen möchten, MDF heißt „Mitteldichte Fasern“ und wird aus zerfasertem Holz und Leim unter hohem Druck und Hitze zu Platten gepresst. Häufig werden daraus Türen und Möbel hergestellt.

    Diese kleinen Bilder habe ich speziell für Sammler kreiert, denn sie sind handlich, erschwinglich, nette, kleine Geschenke und sind ein Hingucker als Sammlung an der Wand. Es gibt sie jedes Jahr – in der selben Größe, in unterschiedlichen Designs. Die Edition 2024 besteht aus der Serie „Erdenzauber“ und „Gedankenblumen“. Ein paar davon sind noch übrig. Auf meiner Webseite unter Galerie sind sie unter Sammelbilder zu sehen.

    Bilder auf MDF


    Besonders viele Gäste kamen vom 20. – 22. August. Das waren die glühend heißen Tage, an denen die Plattform St. Pölten für ihre Mitglieder Backstage-Touren beim legendären Frequency Festival organisierte. Der großzügige Parkplatz der Marketingagentur Marketing & More war, wie schon in den letzten Jahren, Ausgangspunkt für die spannende Tour hinter die Kulissen des Megaspektakels.

     

    Mit Thomas Mikscha und GF Sandra Aron

     

    Kunst online – Singulart

    Seit mehr als einem Jahr präsentiere ich nun schon einige meiner Arbeiten auf der Online Plattform Singulart.
    Im Laufe der letzten Monate gab es immer wieder Updates und erweiterten Support für die Künstlerinnen und Künstler. So zum Beispiel gab es die Möglichkeit, professionelles Feedback eines Galeristen einzuholen. Eine Auswahl an passenden Galeristen wurde von Singulart vorgeschlagen. Daraus konnte ich mir dann eine Galerie auswählen und um Feedback bitten. Das Feedback kam schnell und war achtsam, motivierend und freundlich geschrieben. 

    Hier ein kleiner Auszug daraus:
    I think the main strength of this portfolio submitted by Sigrid relies in its internal coherence.
    The use of the media, the colour palette, the square format, all point to the fact that the artist has established her artistic vision and remain truthful to it.
    The tones of white, greys, beige, brown, all connect to the „earth“ and to winter, cold (inner) landscapes.
    The cracked texture that appears in some works, as well as the addition of small elements of gold here and there, bring an extra layer of movement to the canvases. I think this is something to explore further.

    Der Text bezieht sich auf diese Marmor – Mixed Media Serie 60 x 60 cm auf Leinwand. 

    Dorf

     

    Dorf am See

     

    Rosa Land

     

    Aber auf Singulart gibt es auch anderes zu sehen. Willst die es sehen, dann tritt ein in meine kleine Galerie und sieh dich um.



    Open Doors im Atelier

    Heuer wollte ich es anders machen. Ausprobieren. Sehen, wie’s funktioniert. So habe ich meinen „Open Day im Atelier“ am 18. Oktober früher und anders als sonst angelegt. Nämlich sehr, sehr klein. Ich habe nur ganz wenige Gäste eingeladen. Gezielt. Es waren Kundinnen und Kunden hier und Menschen, die sich für meine Kunst interessieren. Sogar Gäste aus Slowenien hatte ich heuer zu Besuch.

    Wegweiser zum Atelier



    Das neue Format gab mir recht. Es war, naja, beschaulich kann ich es gerade nicht nennen, aber doch gemütlich. Ein entspanntes Kommen und Gehen. Zeit genug, um mit allen einige Worte zu wechseln, über Bilder fachzusimpeln, in Messekatalogen zu blättern, miteinander einen Schluck Prosecco zu trinken und ein paar Kekse zu knabbern.

    Zum Blättern und Schmökern

    Ich hatte einen beträchtlichen Teil meiner großen Bilder ins Atelier transportiert und auf Staffeleien präsentiert. Dazu natürlich kleine Formate und die traditionelle Schnäppchen-Box. Diesmal legte ich auch Kataloge von Messen, an denen ich teilgenommen hatte, auf und meine Broschüren über Collagen, Marmor & Asche und Mixed Media Papierarbeiten.
    Die Türen waren von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

    Impressionen


    Da meine Veranstaltung exakt zeitgleich mit der alljährlichen Grippewelle stattfand, konnten einige Gäste meiner Einladung nicht folgen. So entschloss ich mich kurzerhand für ein Follow-Up am 8. November. Zu diesem Termin waren die meisten wieder gesund. Nach dem Besuch im Atelier haben sich alle mit heißer Maronisuppe aufgewärmt. Als Nachbehandlung der Grippe sozusagen.

    Ich bedanke mich herzlich bei meinem Mann Hannes, ohne den die „Open Doors im Atelier“ in dieser exklusiven Form nicht möglich wären.


    Ausblick 2026

    7. Kunstsommer bei Marketing & More

    Marketing Agentur Marketing & More in St. Pölten
    Juli bis September 2026
    Messestraße 6, 3100 St. Pölten

    Einige Pläne sind derzeit noch offen. Ich werde mich bei unterschiedlichen Veranstaltern für die Teilnahme an Ausstellungen bewerben. Konkretes dazu folgt bald.

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    Über mich
    Sigrid Koller
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